Dankbarkeit

Dankbarkeit leben

Es gibt Zeiten, in denen unser Leben grau und trüb aussieht. Wir sind niedergeschlagen und die Welt scheint sich gegen uns verschworen zu haben. Doch es gibt ein Mittel, welches uns allen bekannt ist, was unsere Stimmung nachhaltig aufhellt, unseren Blick für die schönen Dinge im Leben schärft und dies ohne Nebenwirkungen – Dankbarkeit!

Das Wundermittel heißt Dankbarkeit. Obwohl wir Dankbarkeit alle kennen, oft von anderen Menschen erwarten, wenden wir ihre Kraft selten kontinuierlich für uns selbst an.

 

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Francis Bacon

 

Kontinuität ist der Schlüssel, der die Kraft der Dankbarkeit entfesselt. Wenn wir bereit sind, uns ein paar Minuten am Tag Zeit zu nehmen und uns zu fragen, wofür wir dankbar sein können, unterstützt dies unser gesamtes Wohlbefinden.

 

Schreiben wir uns täglich nur drei Dinge auf für die wir dankbar sind oder sein könnten, wird dies unser gesamtes Wohlbefinden bereits nach einiger Zeit erheblich verbessern. Hier sind z.B. einige Fragen zur Unterstützung.

 

·       Wofür bin ich dankbar, oder könnte es sein, wenn ich wollte?

·       Wofür könnte ich Danke sagen oder mich bedanken?

·       Ist es mir möglich frei zu geben, ohne die Erwartung etwas zurückzubekommen?

·       Fällt es mir leicht oder schwer anzunehmen?

·       Kann ich für etwas dankbar sein, was nur in meiner Vorstellung existiert oder was noch in ferner Zukunft liegt?

·       Was bedeutet Dankbarkeit für mich?

 

Dranbleiben ist die Devise, besonders in schmerzhaften Zeiten.

Insbesondere in Zeiten, in denen wir den Eindruck haben, für nichts dankbar sein zu können, da sich unser Leben unvollkommen, chaotisch oder schmerzvoll zeigt, ist es sinnvoll sich aufzuraffen und sich zu fragen: Wofür könnte ich dankbar sein, wenn ich es wollte? Durch das Dranbleiben, auch wenn es erstmal „nur“ im Kopf stattfindet, wird sich Dankbarkeit wieder als Emotion/Gefühl in uns zeigen. Ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen und/oder Dankesbriefe zu schreiben könnte eine Bereicherung darstellen, da beides das Wohlbefinden erhöht und Anzeichen von Depressionen lindert und wir auf etwas Positives ausgerichtet sind.

 

Oft hören wir in solchen Zeiten auf, Dinge, die uns guttun fortzuführen und wir stellen uns Fragen wie: Warum ich? Wieso ausgerechnet jetzt? Die Spirale nach „unten“ dreht sich schneller und schneller. Es scheint ein wenig so, als ob wir uns selbst verbieten auch nur ansatzweise so etwas wie Glücksgefühle erleben zu dürfen.

Es gibt nichts Wichtigeres, als dafür zu sorgen, dass wir uns wohlfühlen. Das ist weder egoistisch noch unangemessen. Niemanden ist damit gedient, wenn wir mit dem Leben hadern, uns ärgern, Sorgen machen oder ungehalten sind. Wenn wir uns mit uns und unserem Leben wohlfühlen, haben wir wesentlich mehr Energie und Kraft. Diese können wir dann dort einsetzen, wo es uns wichtig erscheint.

 

Durch tägliche Dankbarkeitsrituale, wie das Führen eines Dankbarkeits-Tagebuches, entfaltet sich die Kraft der Dankbarkeit in unserem Inneren. Sobald wir diese wieder in uns beginnen zu spüren, entdecken wir die Schönheit des Lebens.

Dankbarkeit öffnet Türen, berührt uns selbst und andere. Dankbarkeit ist eine Liebeserklärung an das Leben.

 

Dankbarkeit kann Entzündungen hemmen und das Herz stärken, was sich in einer Studie zeigte, als Forscher einen Teil ihrer Patienten baten, acht Wochen lang täglich drei Dinge zu notieren, für die sie sich dankbar fühlten. Der andere Teil führte kein Dankbarkeits-Tagebuch. Beide Gruppen erhielten in dieser Zeit natürlich nach wie vor die übliche medizinische Versorgung.

Die Forscher stellten fest, dass bei jenen Patienten, die täglich in ihr Dankbarkeits-Tagebuch schrieben, gleich mehrere Entzündungsmarker sanken. Gleichzeitig erhöhte sich die Herzfrequenzvariabilität, was mit einem reduzierten Infarktrisiko gleichzusetzen ist.

 

Es scheint, dass ein dankbares Herz auch ein gesünderes Herz ist und dass ein Dankbarkeits-Tagebuch eine einfache Methode darstellt, die eigene Herzgesundheit zu verbessern.